Bever-, Schevelinger- und Neye - Talsperre
Beschreibung
Bever-Talsperre, Schevelinger-Talsperre, Neye-Talsperre, Die Bever-Talsperre und die EU-Wasserrahmenrichtlinie
Schlagworte
Talsperre Bevertalsperre Schevelingertalsperre Neyetalsperre Bever Talsperre Schevelinger Talsperre Neye Talsperre
Standort
Bevertalsperre, Oberbergischer Kreis, NRW
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WUPPERVERBAND Mit dem Bau der neuen" Bever-Tal-sperre sollten eine Verbesserung des Hochwasserschutzes sowie eine bessere Niedrigwasseraufhöhung der Wupper in Trockenzeiten erreicht werden. Doch mit der Erschließung des 25,7 km2 großen Einzugsgebietes der Bever-Tal-sperre allein war die Aufgabenstellung nicht befriedigend zu erfüllen. Um ein größeres Einzugsgebiet zu erhalten und die ungenutzten und schadenbringenden Hechwässer aus Hönnige, Scheve-linger und Neye nutzen zu können, entschloss man sich, das Neyegebiet (11,6 km2), das Gebiet des Schevelmger-Baches (1,6 km2) und das Hönnigegebiet (7,5 k m2) anzuschließen. Es entstand der ?Beverblock" mit einem Einzugsgebiet von 46,4 km2. Der Hönnigebach wird in einem kleinen Stauteich (ehem. Mühlenteich) aufgestaut und das Wasser, welches in die Bever-Talsperre fließen soll, durch einen geschlossenen Betonkanal I und einem Stollen II in die Schevelinger-Tal-sperre geleitet Ein Stollen III von 967 m iLänge verbindet die Schevelmger-Tal-sperre mit der Neye-Talsperre. Durch einen weiteren 805 m langen Freispiegelstollen IV gelangt das Hönnigewasser aus der Neye-Talsperre in die Bever-Talsperre. Schevelinger-Talsperre ŠDie inmitten dieses Stollensystems liegende Schevelinger-Talsperre hat die Aufgabe, das aus dem Hönnigegebiet SchrMH durch du SloScnsyztsm 0M OevwWocJa beigeleitete verunreinigte Wasser durch Absetzen der Schmutzstoffe zu reinigen, bevor es der Trinkwassertalsperre im Neyetal zufließt. Die Schevelinger-Talsperre wurde in den Jahren 1938 bis 1941 erbaut. Das Staubecken hat bei einer Wasseroberfläche von 8 ha einen Stauinhalt von 0,3 Mio. m3 . Die Dichtung des Dammes besteht aus einer 6 cm starken Asphaltbetonschicht auf der wasserseitigen Dammböschung, die über einen Betonsockel an den felsigen Untergrund angeschlossen wurde. Die Schevelinger-Talsperre war die erste deutsche Talsperre mit einer Boschungsdichtung aus Asphaltbeton, die sich über 50 Jahre bestens bewährt hat. Die Entnahme aus der Schevelinger-Talsperre erfolgt an der Wasseroberfläche mittels eines betonierten Einlaufturmes, an dessen Sohle der Druckstollen zur Neye-Talsperre beginnt Neye-Talsperre Die Neye-Talsperre der Stadtwerke Remscheid GmbH dient zur Trinkwasserversorgung von Remscheid. Sie wurde von 1905 bis 1908 erbaut. Das Niederschlagsgebiet der Talsperre ist 11,6 km2 groß. Der Stauinhalt be-trägt 6 Mio. m3 bei einem Stauziel von 303,60 m ü. NN. Seit 1996 führt der Wupperverband den Talsperrenmeisterdienst an der Neye-Talsperre aus. Wupbarvijfband, Postfach2020 63 42220 Wuppertal, Tel 0202/503-0 E-mail; inloOwuppflrvarband.da Intaroat^wjvw.wupparvarbin^da Die Bever-Talsperre und die EU-Wasserrahmenrichtlinie Am 22. Dezember 2000 trat die EU-Wasserrahmenrlchtlinie (EU-WRRL) in Kraft, die bis Ende 2003 in nationales Recht umgesetzt sein muss. Diese neue Gesetzgebung wird sich auch auf die . Bewirtschaftung des Einzugsgebietes1 des Bever-Blocks auswirken. Das Kernziel der Richtlinie ist, einen»-' .guten Zustand" aller Oberflachengewässer und des Grundwassers zu erreichen. Dieser gute Zustand beinhaltet sowohl ökologische, gewässerstrukturelle als auch physikalische und chemische Merkmale. Nach der EU-WRRL sind Gewässer, die durch Nutzungen (z.B. Abflussregulierung, Stauhaltung, Urbanen Ausbau usw.) geprägt werden, als .erheblich veränderte Wasserkörper" einzustufen. Bei solchen Gewässern setzt die EU-WRRL das Ziel, diese so gut es^gebV-H ökologisch zu entwickein und\ dem ?guten Potenzial" so nah wie\ Y lieh zu kommen. Auch die Beversperre ist ein Gewässer, das versch denen menschlichen Nutzungen üritei liegt. Hochwasserschutz und Niedrip) wasseraufhöhung stehen dabei im Voj dergrund. Aber auch die FreizeitT"^ zung ist in den vergangenen JahnK einem bedeutenden Faktor geworden. Um einen bestmöglichen Zustand auch. \ an der Bever-Talsperre umzusetzen, ist \ i in den kommenden Jahren eine ganz-." \ heitliche Bewirtschaftung der Talsperre v zu entwickein. In .diese Bewirtschaftung sollen neben den nutzungsbedingten wassermengenwirtschaftlfchen Aspekten verstärkt auch ökologische Anforderungen einfließen. Der Wupperverband hat in seinem Einzugsgebiet bereits mit dem Aufbau eines Flussgebietsmanagements begonnen. In diesen ganzheitlichen Ansatz zur j Bewirtschaftung des Wupper-Ftussge- . biete wird auch die konkrete EnJWfck- J lung der Bever-Talsperre integrierte^ ,



